Sonstige Berichte

Schupf´di oda net!?

Die bavarische Einladung zum geliebten Freundschaftsturnier erreichte uns mit verschlüsseltem Dialekt Ende letzten Jahres, inhaltlich blieb einiges im Unklaren, jedoch wissen wir das dieses Event regelmäßig keine Wünsche offenlässt, somit ging es mit einer reichlichen Delegation nach Essenbach.

Ein fast neues Gesicht rief zum alljährlichen Wiedersehen ausgewählter TT-Perfektionisten aus Ost, West und Süd der Republik. Mit dem SV Essenbach, ein atomar geschätzter Vorort Landshuts, stand ein neuer Ausrichter auf dem Plan, personell hatte mit Familie Barth aber ein "Serientäter" die  organisatorischen Strippen in der Hand, somit war jedwede Skepsis zur Anreise ausgeschlossen. Anfangs erwähnt entsandten wir diesmal, in ungewöhnlicher Stärke eine, selbst für den Bus zu große Delegation nach Süddeutschland. Unsere schon viele Jahre verbundenen Neukircher Destilleriebienen Silke, Diana, Susann und die Neuerrungenschaft Annett reisten wieder mit übereifrigem Bestand an stichfesten, nicht ganz jugendfreien Honig an. Koschi transportierte die hübsche "Ausgabe" Jana´s Mickie für die samstagliche kulinarische Versorgung an den Ort des Geschehens und wir (Holger, Ruppi, Mario, Maria und ich) boten einfach dem, unter der Woche verdreckten, Sportnickie eine weitere Gelegenheit zur fälligen Waschreife! Wie also schon politisch festgelegt rollten nun drei Transportmittel, durch den siebzehn Cent-Rabatt "recht erschwinglich" durch das Land. Mit der hoffentlich nur günstigen 30-Euro Lizenz in Form eines blitzenden Streifschusses durchkreuzten wir dann "Unter-Ober-keiner-weiß-es-sonstwas-Bayern" und destinierten pünktlich 18Uhr am Räucherhansl. Diese Lokalität sollte für die nächsten zwei Nächte komfortable Herberge bzw. gaumenfreundliche Versorgung bieten.

Die Auslosung:

Nach begrüßenden Körperkontaktstaffetten beinhaltet der erste Abend gewohnt die Auslosung der Mannschaften des Turniertags. Wie schon in der Einladung angedeutet wurde weiter fleißig mit bayrischen Sprachraffinessen um sich geschwafelt, denn die zu verlosenden Teamnamen ließen so manchen ChatGPT-Translater verzweifeln. Beispielsweise Team "Zipfelglatscher" was unter hochdeutschem Verständnis ein, zwischen den Schenkeln genitalklatschender Depp bedeuten soll oder "Brez´n Soiza" übersetzt mit Nichtsnutz waren nur einige der hoffentlich, nicht ganz ernst gemeinten Teambezeichnungen. Um die noch vakanten Teams mit Leben zu füllen wurden erfolgreich durch Schätzfragen, wie der bayrische Pro-Kopf-Bierkonsum oder der bayrische Schweinebestand, die Mannschaften mit jeweils sechs hochkarätigen Spielfiguren vervollständigt. Neun fragwürdig beleidigende Ansammlungen an wettkampfwilligen TT-Akteuren wurden also gefunden und damit der Startschuss zur Pre-Hydration des anstehenden sportlichen Samstags gegeben. Mit schweren Lidern bei schweren Liedern(* Danke Tobi) wurde der Abend im "Strohzimmer" (*Danke Achim) zeitverzögert dennoch zufriedenstellend beendet.

Schupf´di Cup:

Eröffnet wurde das Turnier mit einem höchst emotionalem "beyrisch-finlandischem" Startschuss, bei dem wir uns nochmal seelisch an unvergessene Zeiten erinnerten. Sportlich ging es in engsten Ergebniskonstellationen in zwei Gruppen auf höchst athletischem Niveau an die zahlreich gestellten Spielgeräte. Für die nötige Ausdauer und Leistungsfähigkeit wurden wir, wie schon Anfangs erwähnt, von "Jana´s-Mickie-Ausgabe" reichlich mit regionalen Köstlichkeiten versorgt, sodass es mit "Rechenschieberergebnis" in die finalen Konkurrenzen ging. Einzig der undankbare neunte Platz erhielt das Kommando Buffet leeren und konnte somit schon vorzeitig regenerieren. Bis auf das Finale, indem die "Brez´n Soiza" gehörig brillierten, wurden alle Platzierungen auf Messers Schneide ausgefochten. Da das Endergebnis bei diesem Ereignis nur die sekundäre Rolle spielt, gab es aber wenig cholerische Ausrutscher, im Gegenteil wurden die jeweiligen siegreichen Gegner mit "scharfen Honig" beglückwünscht und es ging zufrieden zurück zum Räucherhansl.

Siegerehrung:

Nach Einnahme köstlich bayrischer Leckerbissen, verabreicht durch den in vollem Umfang zufriedenstellenden "Hansl" wurde zur Siegerehrung einberufen. Wie schon erwähnt waren die Resultate von geringerem Interesse, es zählte vielmehr der Spaß und gesellschaftliche Aspekt nach Zusammenschluss "neuer" vereinsexterner Konstellationen. Bejubelt bis beneidet haben wir uns natürlich trotzdem, zumal ich aus eigenlobigem Hinweis als Titelverteidiger selbigen, mit Hilfe einiger Vorgebirgler ergänzt bayrisch weiblicher Frauenpower, verteidigte! Es folgten waghalsige Wetten verknüpft mit offensichtlichen Schwachstell-Analysen, wie im nächsten Jahr die TitelVERTEIDIGUNG unterbunden werden kann. Nach der Veranstaltung kommt vor der Veranstaltung, somit wurde der Gastgeber mit regionalen Dankesgaben überhäuft und auch gleich geklärt, bei wem die Sause nächstes Jahr zelebriert wird. Natürlich besteht diese Gastgeberreihenfolge unter lang geplantem Planungsauge von Veranstaltungsurvater Hambo, somit wurde unüberraschend der Wiesbadener Stadtteil Biebrich auserkoren, diese verantwortungsvolle Ausrichterrolle 2027, nach übrigens 50-jährigem Bestehen, zu übernehmen. Das war nun das Signal zur kollegialen Partyeskalation. Vom DJ-Gespann, über hausgemachte Stripeinlagen, bis hin zum erhofften Live-Act "Der Feuerwehrmann", der sich leider als 27-jähriger Schurrbartschwindler entpuppte, ließ der Abend keine Wünsche offen und keine Kehle trocken. Nach "Sperrstunde" wurde dann wieder in sämtliche Strohzimmer die gute Laune überführt und sämtliche Destilatsreserven vernichtet, bisher existieren auch keine Körper- oder Sachschadensmeldungen, so ging also wieder ein viel zu kurzes Event der "Friendshiptours" zu Ende.

DANKE aus Neukirch, Gersdorf-Möhrsdorf, Bautzen und Dauben für den barth´schen immerfeuchten Essenbach!!

Hartmut Engert

Hartmut löst seit 2014 auch offiziell Paul Müller als Mannschaftsleiter der 1. Herren ab und hat damit den Hut für Berichteschreiben auf. Falls das Weiterdelegieren an seine Teammitglieder mal nicht möglich ist, dann liest man also von ihm den ein oder anderen Schwank.

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