9 Mädchen, 300 Bälle und jede Menge Begeisterung – ein besonderer Tischtennistag im MSV-Sportpark
- geschrieben von Max Ahrens
- Freigegeben in Sonstige Berichte 2026/27
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9 motivierte Nachwuchsspielerinnen aus 6 Vereinen, darunter 3 Bezirksmeisterinnen, verbrachten am 22. Oktober 2026 einen abwechslungsreichen Trainingstag im MSV-Sportpark Bautzen.
Intensive Trainingseinheiten, individuelles Coaching, ein spannendes Mannschaftsturnier und jede Menge Spaß machten diesen Tag zu einem besonderen Erlebnis. Die Idee entstand rund 2 Wochen zuvor. Gemeinsam hatten Max Ahrens vom MSV Bautzen 04 und Leonie Gaida, eine der stärksten Nachwuchsspielerinnen des TTC Elbe Dresden, ein vielseitiges Trainingsprogramm geplant. Bereits am frühen Morgen begannen die Aufbauarbeiten. Tische wurden aufgestellt, Trainingsmaterial vorbereitet und rund 300 Tischtennisbälle bereitgestellt. Ab 8:00 Uhr trafen die Teilnehmerinnen ein, bevor um 8:30 Uhr das gemeinsame Training startete.
Gemeinsam trainieren und voneinander lernen
Den sportlichen Auftakt gestaltete Vicky mit der Erwärmung. Ab 9:00 Uhr folgte das intensive Techniktraining unter Leonies Leitung. Für die nächsten 3 Stunden hatte sie 6 Trainingsprogramme mit jeweils 30 Minuten Dauer vorbereitet. An den Tischen 1 bis 4 wechselten regelmäßig die Trainingspartnerinnen, sodass stärkere und weniger erfahrene Spielerinnen bewusst miteinander trainierten. Unabhängig von Vereinszugehörigkeit und Spielstärke sollte jede von den anderen lernen. Leonie leitete die Übungen mit großem Engagement und gab wertvolle Tipps. Auch Koordinations- und Athletikübungen gehörten dazu. Trotz einer Ellenbogenverletzung ließ sie es sich nicht nehmen, aktiv mitzutrainieren und später am Mannschaftsturnier teilzunehmen. Parallel dazu fand an Tisch 5 individuelles Balleimer- und Ballmaschinentraining mit Max statt. Da er alle 9 Spielerinnen und ihre Stärken und Schwächen gut kennt, konnte jede gezielt gefördert werden. Auch eine Erkältung und die dadurch stark beeinträchtigte Stimme hielten ihn nicht davon ab. Der Schwerpunkt lag auf der Topspineröffnung gegen Unterschnitt sowie dem Aufschlag-Rückschlag-Spiel. Darüber hinaus wurden Platzierungen, taktische Entscheidungen und Spielintelligenz trainiert. Die Bälle flogen förmlich durch die Halle! Bereits während des Vormittags waren sichtbare Fortschritte zu erkennen. Besonders erfreulich war zudem die Entwicklung aller Teilnehmerinnen in den vergangenen Monaten, vor allem bei Beinarbeit, Koordination und Ballgefühl.
9 Mädchen – 9 unterschiedliche Talente
Die Teilnehmerinnen brachten unterschiedliche Erfahrungen und sportliche Erfolge mit. Leonie Gaida (TTC Elbe Dresden) gehört zu den stärksten Nachwuchsspielerinnen Sachsens und erreichte im September beim sächsischen TOP-16-Turnier der Damen einen hervorragenden 10. Platz. Anika Friedrich (Post SV Görlitz) ist amtierende Bezirksmeisterin der Mädchen U19 und konnte bereits mehrfach bei Nachwuchsmeisterschaften und Ranglistenturnieren überzeugen. Maxima Müller (TTC Neukirch) ist amtierende Bezirksmeisterin U15 und gehört zu den stärksten Nachwuchsspielerinnen ihrer Altersklasse in Ostsachsen. Bei der Mitteldeutschen Rangliste U13 erreichte sie 2026 den 9. Platz. Leonie Hebestreit (SG Lückersdorf-Gelenau) belegte 2026 Platz 2 bei der Bezirksrangliste 2 der Mädchen U15. Gemeinsam mit Charlotte Rein gewann sie 2025 den Bezirksmeistertitel im U13-Doppel. Charlotte Rein (SG Großröhrsdorf) konnte mit diesem gemeinsamen Bezirksmeistertitel ebenfalls einen schönen Erfolg feiern und überzeugte auch beim späteren Mannschaftsturnier. Lara Illgner (MSV Bautzen 04) ist Mannschaftskapitänin unseres MSV-Mädchenteams. Besonders beim Ballmaschinentraining überzeugte sie mit sauberer Technik und zeigte ihre tollen spielerischen Anlagen. Viktoria Beer (MSV Bautzen 04) wurde Bezirksmeisterin U13 und Vize-Bezirksmeisterin U15. Dazu kommen Platz 2 bei der sächsischen Landesrangliste U13 und Platz 7 bei der Mitteldeutschen Rangliste U13. Carlotta Amft (MSV Bautzen 04) wurde 2026 Kreismeisterin U13. Auch beim Mannschaftsturnier zeigte sie eine starke Leistung und gewann 2 ihrer 3 Einzel. Alexandra Beer (MSV Bautzen 04) erreichte 2026 den 8. Platz beim Bundesfinale der mini-Meisterschaften und zeigt nach erst rund 1 Jahr Tischtennistraining bereits großes Potenzial. Alle 9 Talente beweisen, wie viel Begeisterung und sportliches Potenzial in unserem regionalen Nachwuchs steckt.
Gemeinsames Mittagessen in gemütlicher Runde
Nach dem intensiven Vormittag hatten sich alle eine Pause verdient. Von 12:00 bis 12:30 Uhr wurde gemeinsam gegessen und neue Energie getankt. Auch bei der Verpflegung wurde auf eine gesunde Ernährung geachtet. Das Restaurant Taste of India Bautzen lieferte frisch zubereiteten Gemüsereis mit 3 verschiedenen indischen Soßen, darunter auch vegetarische Varianten, pünktlich und heiß zum Sportpark. In entspannter Atmosphäre wurde viel geredet und gelacht. Dabei standen weniger der Sport als vielmehr Schule, persönliche Erlebnisse und der Alltag im Mittelpunkt. Währenddessen war bei Max aufgrund seiner Erkältung die Stimme inzwischen vollständig verschwunden. Mehr als Flüstern war kaum noch möglich. Doch das Wichtigste war geschafft: Das Techniktraining war absolviert und das anschließende Mannschaftsturnier bis ins Detail vorbereitet. Nun konnten die Spielerinnen selbst das Geschehen übernehmen.
Spannendes Mannschaftsturnier mit großem Finale
Pünktlich um 12:30 Uhr startete der Mannschaftswettbewerb. Die 9 Teilnehmerinnen wurden auf 2 möglichst ausgeglichene Teams verteilt. Gespielt wurden jeweils 2 Gewinnsätze, wobei neben dem sportlichen Wettbewerb besonders gegenseitiges Coaching, taktisches Denken und Teamgeist im Mittelpunkt standen. Team Leonie gewann zunächst beide Auftaktdoppel. Doch Team Anika kämpfte sich eindrucksvoll zurück und entschied die folgenden 3 Einzel für sich. Für einen besonderen Moment sorgte Vicky, die gegen Leonie Gaida mit 2:1 gewann. Aufgrund des Leistungsunterschieds erhielt sie dabei 5 Punkte Vorsprung pro Satz. Im weiteren Verlauf entwickelte sich ein packender Schlagabtausch. Nach zwischenzeitlichem 5:5 stand es schließlich nach allen 12 regulären Begegnungen tatsächlich 6:6! Das Abschlussdoppel musste entscheiden. Dafür wurde die Begegnung ausnahmsweise auf 3 Gewinnsätze verlängert. Anika Friedrich und Charlotte Rein setzten sich gegen Leonie Gaida und Alexandra Beer mit 3:1 Sätzen durch und sicherten ihrem Team den knappen 7:6-Gesamtsieg. Während der Spiele wurde kräftig angefeuert, mitgefiebert und applaudiert. Auch der eine oder andere glückliche Netz- oder Kantenball sorgte für gemeinsames Schmunzeln. Ein gelungenes Turnier, bei dem besonders Selbstständigkeit, Spielintelligenz und gegenseitige Unterstützung gefördert wurden.
Nonnenhockey – Musik, Bewegung und jede Menge Spaß!
Nach dem Mannschaftsturnier ging es ab 15:00 Uhr für weitere 30 Minuten mit Nonnenhockey weiter. Bei dieser unterhaltsamen Tischtennisvariante werden 2 Tische ohne Netz zusammengestellt. Der Ball muss vor dem Schlag zunächst auf dem Boden aufspringen. Nonnen waren natürlich keine dabei – und von klösterlicher Ruhe konnte bei dem Tempo auch keine Rede sein! Zu flotter Musik wurde rund um die Tische gerannt, gelacht und den Bällen hinterhergejagt. Neben dem Spaß wurden dabei auch Beinarbeit, Koordination und Ballgefühl spielerisch gefordert.
Stretching und eine kleine Halloween-Überraschung
Gegen 15:30 Uhr wurde es etwas ruhiger. Leonie übernahm noch einmal die Leitung und führte die Gruppe durch eine 15-minütige Stretching-Einheit. Dafür setzten sich alle im Kreis zusammen. Jede Teilnehmerin durfte selbst eine Dehnübung auswählen und vorzeigen, die anschließend gemeinsam durchgeführt wurde. Zum Abschluss wartete noch eine kleine Überraschung: Da Halloween bereits vor der Tür stand, hatte Max für alle Teilnehmerinnen und auch für Leonie kleine Halloween-Präsente vorbereitet – eine verdiente Anerkennung für ihren großartigen Einsatz! Gegen 16:00 Uhr ging schließlich ein ereignisreicher Tag zu Ende. Nach unzähligen Ballwechseln, spannenden Wettkämpfen und vielen gemeinsamen Erlebnissen machten sich alle zufrieden auf den Heimweg.
Gemeinsam Talente fördern – eine Wiederholung ist geplant!
Die Rückmeldungen im Nachhinein waren durchweg sehr positiv. Besonders die abwechslungsreichen Übungen, das gegenseitige Coaching und die freundschaftliche Atmosphäre kamen hervorragend an. Es war schön zu beobachten, wie selbstverständlich die Nachwuchsspielerinnen unabhängig von ihren unterschiedlichen Leistungsniveaus miteinander trainierten, sich unterstützten und gemeinsam besser wurden. Deshalb möchten wir solche speziellen Trainingstage künftig gerne häufiger organisieren! Unser Ziel ist es, den Mädchen-Tischtennissport in Bautzen und der gesamten Region nachhaltig zu stärken. Zusätzliche Trainingsmöglichkeiten und der vereinsübergreifende Austausch sollen jungen Talenten helfen, ihr Potenzial auszuschöpfen. Ein besonderer Dank gilt Leonie Gaida für ihren großartigen Einsatz, ihre Geduld und ihre Bereitschaft, ihre Erfahrungen weiterzugeben. Ebenso verdienen alle 9 Teilnehmerinnen ein großes Lob für ihren Trainingsfleiß, ihren Ehrgeiz und ihren tollen Teamgeist. Am Ende bleiben 9 Nachwuchstalente, rund 300 Tischtennisbälle, unzählige Ballwechsel und jede Menge Begeisterung für unseren Sport. Denn eines ist sicher: In unserer Region steckt großes Potenzial im Mädchen-Tischtennis. Dieses Potenzial möchten wir auch in Zukunft gemeinsam fördern!


