Doppelpunktspieltag bei der 2. - Görlitz und Hoyerswerda
- geschrieben von Robert Dittrich
- Freigegeben in 2. Herren - Saison 2026/27
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Zum Doppelpunktspiel traten wir gestern gegen Görlitz und Hoyerswerda an. Die Mannen der Landeskrone mussten auf Sportfreund Schubert verzichten, hatten aber keinen geringeren als Ernst Friedrich im Gepäck. Hoyerswerda reiste ohne Sportfreund Matern an, welcher durch den Nachwuchsspieler Bramborg ersetzt wurde. Wir verzichteten auf Urlauberin Hanna die trotzdem das Geschehen am mobilen Endgerät mitverfolgte.
MSV Bautzen 04 2. – Post SV Görlitz 2
Um gleich etwas Druck aufzubauen, begrüßte Ruppi unsere Gäste als Tabellenführer. Ein geschickter Schachzug! Denn Matthi und Mario gelang hier die Sensation gegen Alter/Ziegler. Mit fröhlichen Rückhandtopspins und druckvollen Blockbällen siegten sie ohne Satzverlust. Mario stellte anschließend fest, dass er eigentlich der Einzige am Tisch war, der was gemacht hat,- die anderen drei waren ja mehr oder weniger nur dabei. Matthi fand das eigentlich gar nicht so schlimm, da er ja auf der richtigen Seite des Tisches stand.
Die zwickende Schulter Ruppis ließ unsere Gegner im Doppel Rupprecht/Dittrich – Butrym/Steding immer näher kommen. Am Ende holten wir trotzdem den Entscheidungssatz mit 12:10 nach Hause. Maik und Oskar siegten hier souverän über Rönisch/Friedrich.
Oskar war in seinem ersten Einzel nah am Spielgewinn gegen Alter, musste sich dann aber doch in der Verlängerung des 5. Satzes geschlagen geben. Auch Maik hatte wenig Mittel gegen Ziegler trotz Erreichen der für uns von ihm ungewohnten hohen Eskalationsstufe. Das fiel auch dem Heinz auf der Bank auf, was der auf Maiks berufliche Tätigkeit wie folgt adaptierte: “Der war doch kurz vor’m Schlüssel schmeißen!“
Matthis Vorhandtopspin, besser gesagt der Pilz’sche Schädelspalter, half nicht gegen einen sicheren und angriffslustigen Butrym. Die frisch gepflasterte Stirn bot viel Raum für Spekulationen und Schadenfreude, ob zum Beispiel der Vogel entflogen sei. Am Ende war es der Schläger, der stirnmittig einschlug. Der Kopf brummt ihm wahrscheinlich heute noch. Dafür konnte aber Ruppi unsere Führung im Fünfsatzspiel gegen Sportfreund Rönisch weiter ausbauen.
Nachdem gefühlt 15 Knoten aus den Schnürsenkeln von Sportfreund Friedrich gelöst waren, wurde es dann (Achtung! Wortspiel!!) Ernst. Drei Sätze reichten Diddi für den Sieg. Mario fand am Nachbartisch gegen Steding keine richtigen Mittel und war, leider nicht zu unseren Gunsten, auch nach drei Sätzen fertig. Mit einem 5:4 ging es die die zweite Einzelrunde.
Im zweiten Durchgang kam es im oberen Paarkreuz zur Punkteteilung. Maik konnte sich gegen Alter durchsetzen, Ziegler holte auch sein zweites Einzel gegen Oskar. In der Mitte gingen beide Spiele an unsere Gegner, die damit 7:6 in Führung gingen.
Mit dem gefürchteten „Eisenarm“ nutzt auch jegliche Erfahrung gegen Materialspieler nichts. Mit zu seichtem Angriffsspiel und noch mehr Fehlern hieß es in der Partie Diddi-Steding 0:3.
Mario startete stark gegen Friedrich und ging verdient 2:0 Führung. Dieser hatte dann aber seinen Schlägerwinkel korrekt angepasst um dann zum 2:2 auszugleichen. Im Entscheidungssatz stand es gleichmal 0:6. Doch Mario konnte die Rücklage, angepeitscht von Mitspielern und Zuschauern, wieder aufholen. Manch einer auf der Bank drehte sich schon um, da es nervlich kaum auszuhalten war und applaudierte dann einfach mit, wenn die anderen Bautzner Anhänger es auch taten. Aber es half nichts, Ernst machte dieses Mal Ernst und holte sich den Satz und damit das 9:6 für die Gäste. Die Hände noch rot vom Klatschen, mussten wir Görlitz zum Sieg gratulieren.
MSV Bautzen 04 2. – TTC Hoyerswerda
Mit der einen oder anderen Senfpeitsche oder Banane noch in den Hamsterbacken rief Ruppi nach kurzer Pause gleich zum Anschlussspiel.Ohne nennenswerte Geschehnisse brachten wir uns im Doppelvergleich gleich mit 2:1 in Führung. Maik konnte das vorgezogene Spiel gegen Bramborg für sich behaupten.
Mit 1:1 Punkten starteten wir im oberen Paarkreuz. Oskar spielte hier mutig und entschied den Entscheidungssatz im Spiel gegen Sportfreund Friede für sich. Maik musste Sportfreund Sauer zum Sieg gratulieren.
Der Knoten ist geplatzt! Mit seiner ganz individuellen Spielweise (von wem hat er die eigentlich!?) fuhr Matthi seinen ersten Sieg im mittleren Paarkreuz gegen Wabnitz ein. Und es war sicher nicht der letzte! Trotz Ausnutzung der Box sowohl horizontal als auch vertikal musste sich Maik gegen Sportfreund Nerlich geschlagen geben
Die zweite Einzelrunde stand an. Maik lag gegen Friede gefühlt in jedem Satz in Rückstand – nichts für nervenschwache Zuschauer. Drei dieser Krimis konnte er für sich entscheiden, 3:1 bei Günther – Friede. Oskar siegte klar in drei Sätzen gegen Sauer.
Im mittleren Paarkreuzkonnte wurde Matthi hier von Sportfreund Hottas entwaffnet, obwohl er sich bald den Arm aus der Schulter kurbelte. Matthi stellte daraufhin kopfschüttelnd fest: „Da ist soviel Schnitt drin, der Ball dreht sich ja fast wieder in die andere Richtung!“ Wenn wir das vorgezogene Spiel mit einrechnen, steht es 8:5 – ein Punkt muss noch her!
Ruppi trat gegen, heute beweglich wie ein junges Rehkitz, Sportfreund Wabnitz an. Mit starkem Blockspiel und viel Übersicht konnte sich Ruppi hier in drei Sätzen durchsetzen. Diddi, der parallel spielte und immer wieder auf die Punktetafel am Nachbartisch schielte, konnte dann (für seine Verhältnisse) locker und erleichtert das letzte Spiel gegen Nerlich für sich entscheiden, nachdem Ruppi den Deckel zum 9:5 draufgemacht hatte.
Die mit Abstand schlechteste Leistung des Abends erbrachte die (Dusch-)sektflasche. Trotz kräftigem Schütteln Matthis (oder vielleicht genau deshalb?) verteilte sich deren Inhalt wider Erwarten mehr im Raum als auf den Duschteilnehmern. Ich bin mir aber nicht sicher, ob das ein Reklamationsgrund wäre. Aber der Blick der Verkäuferin während des Reklamationsgespräches wäre es eigentlich wert! Überraschende Abkühlung gab es hier nur für denjenigen, der sich ohne Kontrolle der Wassertemperatur unter die Günther‘sche Wechseldusche stellte.
10:5 – eine Belohnung für so einen langen Punktspieltag! Erfreulich war auch, dass sowohl alle Stamm- als auch Ersatzspieler in beiden Spielen etwas Zählbares beitragen konnten. Unser Dank geht hier an Mario und Maik aus der 3. Mannschaft. Sport frei!
Robert Dittrich
Robert schrieb bereits zu Kirschauer Zeiten fleißig seine Berichte - bei uns hat er nun die größere Plattform dafür. ;) Darüberhinaus stellt er sich als Materialwart zur Verfügung und ist immer ein angenehmer Gesprächspartner.


