Viktoria Beer erreicht einen starken 7. Platz bei der Mitteldeutschen Rangliste U13
- geschrieben von Max Ahrens
- Freigegeben in Turnierberichte 2026/27
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Am 26. September 2026 ging es für Viktoria Beer vom MSV Bautzen 04 zur Mitteldeutschen Rangliste U13 nach Zella-Mehlis. Für Vicky war es der bislang größte Wettkampf ihrer noch jungen Tischtennislaufbahn – schließlich spielt sie erst seit knapp 1,5 Jahren aktiv und hat gerade einmal ihre erste vollständige Saison hinter sich.
Gemeinsam mit Papa Max, Mama Grita und Schwester Alex ging es bereits am Vorabend auf die rund dreieinhalbstündige Fahrt nach Thüringen. Nach einer Übernachtung in Hallennähe wartete am nächsten Morgen ein ungewohnter Turnierablauf: Statt einzelner Aufrufe gab es einen festen Zeitplan mit Gegnerin, Uhrzeit und Tischnummer.
Vor dem Turnierstart spielte sich Vicky zunächst mit Hedwig Wiegand vom SV Rotation Süd Leipzig und später auch mit Maxima Müller vom TTC Neukirch ein. Beim gemeinsamen Vorbereitungslehrgang am Wochenende zuvor hatten sich die drei besser kennengelernt und angefreundet – eine schöne Seite solcher überregionalen Veranstaltungen.
Auch äußerlich war der Auftritt etwas Besonderes: Vicky bekam Kleidung des Sächsischen Tischtennis-Verbandes. Da sie zu den körperlich kleinsten Spielerinnen des Feldes gehörte, fiel das Trikot allerdings noch etwas großzügig aus und flatterte bei den schnellen Bewegungen ordentlich durch die Halle.
Sportlich begann der Tag zunächst schwierig. Gegen Maxima Müller unterlag Vicky 1:3, gegen die spätere Drittplatzierte Hedwig Wiegand 0:3. Danach traf sie mit Marie Amm auf die spätere Zweitplatzierte. Das 0:3 klingt deutlicher, als das Spiel war: Die ersten beiden Sätze gingen lediglich mit 11:13 und 10:12 verloren. Anschließend fand Vicky immer besser ins Turnier. Gegen Veronika Kamprath gewann sie ein spannendes Fünfsatzspiel, danach folgte ein starkes 3:1 gegen Charlotta Kisselova.
Gegen die spätere ungeschlagene Siegerin Mara Liesegang musste Vicky sich 0:3 geschlagen geben, hielt den zweiten Satz beim 11:13 aber lange offen. Danach folgte ein souveränes 3:0 gegen Laura Köhler. Gegen Greta Koerth kämpfte sie sich nach einem 0:2-Rückstand noch auf 2:2 heran und musste sich erst im Entscheidungssatz geschlagen geben. Auch gegen Mia Liesegang zeigte Vicky beim 1:3 mit einem klar gewonnenen Satz, dass sie auf diesem Niveau mithalten kann.
Am Ende standen 3 Siege und Platz 7. Besonders bemerkenswert: Vicky gewann gegen die Spielerinnen, die das Turnier auf den Plätzen 5 und 6 beendeten. Dazu kamen mehrere knapp verlorene Sätze – ein Hinweis darauf, dass an diesem Tag durchaus noch etwas mehr möglich gewesen wäre.
Umso stärker ist die Leistung einzuordnen, weil viele der anderen Mädchen bereits regelmäßig in höheren Altersklassen oder sogar im Erwachsenenbereich spielen. Vicky steht dagegen nach ihrer ersten Saison noch ganz am Anfang ihrer Entwicklung. Trotzdem konnte sie auf mitteldeutscher Ebene bereits sehr gut mithalten. Dabei wurden ihre Stärken deutlich: Aufschlagspiel, Spielübersicht, kontrolliertes Blockspiel, gute Platzierung und ein zunehmend temporeiches Topspin-Spiel.
Auch aus sächsischer Sicht konnte sich das Ergebnis sehen lassen. Bei den Mädchen belegte Hedwig Wiegand Platz 3, Vicky Platz 7 und Maxima Müller Platz 9. Bei den Jungen wurde Gabriel Engelhardt Zweiter, Lennox Louis Rämisch Sechster, Simon Schöneck Achter und Jamie Findeisen Neunter. Gabriel erreichte dabei eine starke 7:2-Bilanz.
Neben den sportlichen Erfahrungen blieben viele nette Gespräche mit Spielern, Eltern und Trainern in Erinnerung. Gerade solche Turniere zeigen, wie sehr Tischtennis nicht nur sportlich, sondern auch menschlich verbindet.
Platz 7 bei einer Mitteldeutschen Rangliste ist nach knapp 1,5 Jahren Wettkampf-Tischtennis eine tolle Leistung – und macht auf jeden Fall Lust auf das, was bei Vicky in den kommenden Monaten und Jahren noch kommt.


